Neue Pflichten für Mieter und Vermieter

Am 1. 11.15 tritt das neue Bundesmeldegesetz in Kraft. Ab diesem Tag müssen Ein- oder Auszüge gemeldet werden, und zwar mit einer Bescheinigung vom Vermieter.

Wer eine Wohnung bezieht, muss sich nun innerhalb von 2 Wochen nach Einzug beim Einwohnermelde- amt anmelden. Dazu bedarf es u.a. einer Vermieterbestätigung. Dieser ist verpflichtet, bei An- und Abmeldung mitzuwirken. Anderenfalls droht ein Bußgeld bis zu 1.000.- Euro. Muster einer Vermieterbescheinigung gibt es im Internet als download etwa unter www.finblog.de/vermieterbestaetigung

 

Legionellenuntersuchung - Kurzfassung

Nachdem die alte Regelung gekippt wurde gilt ab dem 1.1.2013 für unsere ETG folgendes:

 

Die Erstuntersuchung muss nun bis zum 31.12.2013 erfolgt sein.

Diese gilt nicht mehr für ein Jahr sondern für drei Jahre.

Das Gesundheitsamt ist nur dann einzuschalten, wenn Grenzwerte überschritten werden.

 

Die Neuregelung stellt sich somit - auch im Hinblick auf die Kosten - günstiger.

Obgleich naturgemäß noch keine Gerichtsurteile vorliegen darf man davon ausgehen, dass die Kosten für die Einrichtung der Proben (insbes. Setzten von Entnahmestellen) keine umlagefähigen Kosten darstellen. Die Regeluntersuchungen selbst sind umlagefähig. 

 

Energieausweis

Bereits seit 2008 ist ein Energieausweis für Eigentümer, die eine Immobilie verkaufen wollen, und für Vermieter Pflicht. Allerdings mussten sie diesen bisher nur auf Verlangen beim Verkauf oder der Vermietung von Wohneigentum vorlegen – das ändert sich ab 2013.

 

Es gibt zwei Varianten des Energieausweises, denen jeweils andere Messungen zugrunde liegen. Der Bedarfsausweis wird von Experten ermittelt, indem sie die energetisch relevanten Bestandteile des Gebäudes wie Heizung, Fenster und Dämmung sowie Baupläne analysieren. Zudem klären Vergleichswerte über den Zustand der Immobilie auf, und auch Sanierungsmaßnahmen werden vorgeschlagen. Die zweite Variante ist der Verbrauchsausweis. Hierfür werden die Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre herangezogen. Auf ihm befindet sich eine Farbskala von Rot bis Grün, die die Energieeffizienz des Hauses anzeigt – je grüner, desto besser.

Bisher musste der Eigentümer beziehungsweise der Vermieter den Ausweis nur auf Verlangen vorzeigen. Ab 2013 verpflichtet die europäische Gesetzgebung dazu, den Energieausweis stattdessen aktiv und nicht erst auf Verlangen vorzuzeigen. Die neue Regelung setzt somit Hauseigentümer unter Druck, weil die energetischen Angaben sogar bereits bei Wohnungsanzeigen verpflichtend sein sollen, informiert die Verbraucherzentrale Saarland. Entsprechend werden sich Immobilien mit geringer Energieeffizienz schwieriger verkaufen oder vermieten lassen als solche mit modernen Energiestandards. Auch wenn es nicht verpflichtend ist, können energetische Sanierungsmaßnahmen deshalb zu einem starken Verkaufsargument werden.

 

Die von uns verwalteten ETG sind ausnahmslos in Besitz eines Energieausweises.